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Ein neuer Kreisverkehr im Stadtzentrum

Der Stadtrat entscheidet sich für den Kreisel an der Gieschen-Kreuzung

Kreisel_Achim

Achim (ge.) Seit Jahren wird die Umgestaltung der Gieschen-Kreuzung in der Achimer Innenstadt heiß und kontrovers diskutiert, nun sind die Würfel im Ratssaal gefallen. Nach einem vierstündigen Diskussionsmarathon inklusive einer Einwohnerfragestunde fiel die Entscheidung bei der Ratssitzung in öffentlicher Wahl mit 20:17 Stimmen zugunsten der Kreisellösung. Das Projekt soll 1,1 Millionen Euro kosten, davon leistet die EU einen Zuschuss von 400 000 Euro. Die Gegner des Kreisels hatten rund 2500 Unterschriften gesammelt. Laut ihrer Auffassung sei der große Umbau der Kreuzung unnötig und die von ihnen favorisierte Lösung einer optimierten Ampelanlage ausreichend, um dem erhöhten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Die Gefahr für Fußgänger und Radfahrer sei durch einen Kreisel zudem erhöht.

Eine ganz andere Sichtweise hingegen entwickeln die Fürsprecher: Sie versprechen sich vom Kreisel einen höheren Verkehrsfluss, weniger Schadstoffbelastungen und weniger Lärm durch eine geringere Geschwindigkeit und weniger Rückstau an den Einmündungsbereichen. Der Kreisel sei leistungsfähiger als eine konventionelle Kreuzung und biete mit abgesetzten Zebrastreifen eine größere Sicherheit für die bevorrechtigten Fußgänger.

Nach etlichen Jahren des Tauziehens um das Vorhaben, begleitet von teils hitzigen Debatten, verschiedenen Gutachten, Bürgerinitiativen und Leserbriefen in der örtlichen Presse, hat die Ratssitzung nun den Schlusspunkt gesetzt. Bereits Ende des Monats rollen die Bagger an, dann sollen die Bauarbeiten mit dem Abriss von zwei Häusern im Kreuzungsbereich beginnen.


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