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Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Einschulungsfeier bei der neuen Achimer Stadtwaldschule

stadtwaldschuleAchim (ge.) „Der Weg war manchmal schon steinig,“ erzählt die Vereinsvorsitzende der privaten Stadtwaldschule Anne Klute „monatelang haben wir geplant, aber jetzt können wir endlich richtig loslegen.“ Nach langem Tauziehen hatte die Landesschulbehörde das reformpädagogische Konzept im Juni abgesegnet, am vergangenen Wochenende war es dann so weit: Die Freie Schule feierte mit rund 250 Besuchern ihre Gründung und zugleich die Einschulung der 34 ersten Stadtwald-Schulkinder.

Gelernt werden soll in altersgemischten Gruppen, in denen jeweils die zwei Jahrgänge 1+2, 3+4 und 5+6 gemeinsam arbeiten können. Unter den 18 Grundschulkindern tummelten sich am Sonnabend auch acht junge ABC-Schützen, die aufgeregt mit der Schultüte im Arm ihren allerersten Tag feierten. Aber nicht nur den Mädchen und Jungen, sondern auch den Gründungsmitgliedern und dem 16-köpfigem Lehrerkollegium stand die Aufregung und Freude ins Gesicht geschrieben und Aufbruchstimmung lag in der Luft. Gemeinsam ließen alle auf Kommando ein Meer aus bunten Ballons in den blitzeblauen Himmel steigen.

In der Schule soll nun ein Lernen von der Einschulung bis zum Schulabschluss der zehnten Klasse möglich sein. Die Stadtwaldschule gliedert sich in eine Grundschule und eine weiterführende Gesamtschule auf. Die Leitung für den Sekundarbereich hat die noch am Gymnasium beschäftigte Oberstudienrätin Ulrike Kompch übernommen, für den Grundschulbereich ist die Leiterin Tanja Hepp zuständig. „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, diesen schlagkräftigen Leitsatz hat sich die Reformschule auf die Fahnen geschrieben.

Neben dem altersübergreifenden Lernen steht das projektorientierte Arbeiten sowie Selbständigkeit und Selbstorganisation der Kinder im Vordergrund. Ein weiterer Baustein ist das Arbeiten in der Natur unter der Einbeziehung von Wildnispädagogik. Das eigenaktive Lernen ohne Noten und Druck soll zu einem lebenslangen Wissen und einem wirklichen Begreifen der Inhalte führen. Den Kindern stehen im Wahlbereich neben den Sprachen auch Hauswirtschaftslehre, Kochen und sogar das Fach „Glück“ zur Verfügung. Aber auch alle anderen Fächer wie Biologie und Physik stehen natürlich mit auf dem Lehrplan, denn die Abschlüsse am Ende der Schulzeit erfolgen in einer Regelschule.

Zahlreiche Kooperationspartner wie die Achimer Geschichtswerkstatt, der Naturschutzbund, die Bremer Universität und die Stadtbibliothek konnten für das Projekt gewonnen werden. Es wird aber noch ein wenig dauern, bis die Schulkinder ihr eigentliches Domizil im ehemaligen Kasernengelände am Stadtwald beziehen können: Zunächst pauken die Schüler und Schülerinnen in den provisorischen Räumlichkeiten der ehemaligen Hausmeisterwohnung des TSV Uesen und im Schulcontainer an der Worpsweder Straße 200. Der Umzug ist zum zweiten Halbjahr im Februar 2011 vorgesehen, wenn die Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sein werden.


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