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Statt ins Bett ins Kabarett

Die Chansoniers „Krämer und Tschirpke“ singen im KASCH

Achim_Kasch_KabarettAchim (ge.) Seit Jahren finden sich innerhalb der beliebten Reihe „Statt ins Bett ins Kabarett“ Liedermacher und  Kabarettisten aus ganz Deutschland im Kulturhaus Alter Schützenhof (KASCH) ein und sorgen beim Publikum für Stimmung. Am Sonntag, 12. September, ist es um 20 Uhr wieder so weit: Unter dem schlichten, aber auch verheißungsvollen Motto „Ich `n Lied – du ´n Lied“ teilen sich dieses Mal die beiden vielfach ausgezeichneten Berliner Chansoniers Sebastian Krämer und Marco Tschirpke den Flügel und die Bühne im Kulturhaus.

Sebastian Krämer blickt dabei in seinen musikalischen Ansichten so lange und gründlich auf die Dinge, bis sich Abgründe und Risse offenbaren. Der preisgekrönte Künstler, der bereits mit dem NDR-Kulturförderpreis bedacht wurde und zweimal den German International Poetry-Slam gewann,  macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Er spricht unbeirrt all das aus, was niemand sagen möchte, aber auch niemand denkt. Als Ergebnis präsentiert er Lieder, die harmlos anfangen, aber im Wahnwitz enden und zu eskalieren scheinen.

Marco Tschirpkes Lieder hingegen sind Werke des Andeutens und des Unvollständigen, die kurz und knapp daherkommen. Die Reduktion steht im Vordergrund, kein Ton und kein Wort wird zu viel gesagt und gesungen. Textliche Entgleisungen sind dabei Bestandteil seiner Darbietungen, die er mit der Überschrift „Lapsuslieder“ betitelt. Dieser Mann verschont den Zuhörer mit Wesentlichem und sagt trotzdem alles. Für ihre gemeinsamen Auftritte erhielten die beiden Berliner Kabarettisten und Klangkünstler in diesem Jahr den Preis des TransVOCALE-Festivals in Frankfurt/Oder.


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