Alteisenfreunde im Ehmken Hoff-Verein
Neue Lagerplätze gesucht
Dörverden am Mittwoch, 24. August 2011

Dörverden (eb). Vor rund sieben Jahren haben sich einige Männer zusammengetan und für das Erntefest in Stedorf eine Ausstellung alter Landmaschinen organisiert. Aus der privaten Initiative ist inzwischen eine Gruppe mit rund 20 Mitgliedern entstanden, die sich vor zwei Jahren dem Ehmken Hoff Verein als Aktionsgruppe „Alteisenfreunde“ angeschlossen hat.
Die Männer sind nicht alle hauptberuflich mit diesen Maschinen befasst, aber sie haben jeweils einen besonderen Bezug zu den Geräten. Viele der Gruppenmitglieder stammen von alten Höfen oder kennen die Geräte weil ihre Eltern und Großeltern noch damit gearbeitet haben. Sprecher der Gruppe ist Matthias Riewe, er wird unterstützt von Gerd Schmidt. Die Gruppentreffen finden in lockerer Atmosphäre ca. 3-4 Mal im Jahr statt, je nach Vorbereitung und aktuellen Anlässen. Die Gruppe möchte vor allem Spaß an ihrer Tätigkeit haben. So auch am vergangenen Wochenende bei einem gemeinsamen Grillabend im Kulturgut.
Viele Maschinenspenden hat die Gruppe in den letzten Jahren schon entgegengenommen. „So langsam wird die Lagerfläche etwas knapp.“ berichtet Matthias Riewe. „Wir nutzen mehrere Lagerflächen auf alten Höfen in Dörverden und Stedorf, bei uns privat zu Hause und in Scheunen. Leider reicht das noch nicht ganz aus.“ Die Gruppe würde sich freuen, wenn sie noch mehr Möglichkeiten zum Unterstellen der angebotenen Spenden finden kann.
Die Gruppe hat es sich zum Hauptziel gemacht, die alten besonderen Schätze wieder funktionstüchtig zu machen und zu pflegen. Sie versehen sie mit Schildern auf welchen Herkunft und Entstehungsjahr festgehalten wird. Und sie notieren die Nutzung und die Art und Weise wie mit den Geräten gearbeitet wurde. So möchten sie die Arbeit ihrer Eltern und Großeltern würdigen. Nebenbei erarbeiten einzelne Gruppenmitglieder derzeit eine Datenbank um alles besser aufzunehmen und katalogisieren zu können. „Einige Geräte sind schätzungsweise rund 150 Jahre alt.
Dabei handelt es sich nicht um Serien- oder Massenware. Die Geräte wurden in Einzelarbeit von den ortsansässigen Schmieden hergestellt. Das sind natürlich Liebhaberstücke von besonderem Wert.“ weiß Riewe zu berichten. Am Samstag fanden sich wieder viele Ehrenamtliche, um gemeinsam die alte „Schmiede Schweinebart“ von alten Eisen zu befreien. Im Gegenzug bekommt die Gruppe eine historische Metallverarbeitungsmaschine aus dem alten Dörverdener Wasserkraftwerk gespendet, die bereits seit ca. 60 Jahren in der Schmiede lagerte.
Auf Dorffesten werden die funktionstüchtigen Gerätschaften präsentiert und sogar vorgeführt. So wird die Gruppe auch in diesem Jahr wieder auf dem Erntefestumzug in Stedorf mit einem eigenen Wagen vertreten sein. Und auch beim Kartoffelfest am 25. September auf dem Kulturgut wird die Gruppe einige ihrer Raritäten für alle Besucher präsentieren und auch zeigen, wie sie genutzt wurden. Dem Thema entsprechend wird es vor allem um Geräte aus dem Kartoffelanbau und der Kartoffelernte gehen.
Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe hat oder eine gute Unterstellmöglichkeit für Maschinen anbieten möchte kann sich bei Matthias Riewe unter Tel. 04234/942379 oder bei Gerd Schmidt unter Tel. 04234/943172 melden.

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