Fechtduelle auf der Schiffsplanke
Kinder feierten Piratenfest auf dem Campingplatz Drosselhof
Langwedel am Montag, 19. Juli 2010
Hagen-Grinden (is). Mit einer Runde Rum beendete er die Meuterei – eine Horde Piraten verfolgte Käpt’n Hook quer über den Platz, die Degen in der Hand. Es kehrte erst wieder Ruhe ein, als der Käpt’n den versprochenen Rum ausschenkte.
Auf dem Drosselhof wurde am Sonnabend im Rahmen des Langwedeler Ferienprogramms das Piratenfest gefeiert. Mit einfachen Mitteln, aber jeder Menge Fantasie hatten Inhaber Jens Becker als Käpt’n Hook, Stefan Streusel sowie Petra und Markus Schrodin Spiele organisiert. Mehr als 20 Kinder kamen auf den Campingplatz an der Weser und verbrachten vergnügte Stunden auf den Spuren von Käpt’n Hook. Als Kulisse diente die Fregatte „Drosselhof“, ein Piratenschiff aus Pappe mit orangefarbenem Segel und einem Jolly Roger-Kissen an der Spitze des Mastes.
Als erstes wurden die vier- bis zwölfjährigen Piraten standesgemäß ausstaffiert. Becker und seine Helfer verteilten dreieckige Tücher in knallrot, die sich die Kinder um den Kopf knoteten. Auch Piratenhündin Luna bekam ein Tuch, das ihr Herrchen Stefan Streusel um den Hals band. Eine Augenklappe für die Seeräuber musste her, also bastelten die Mädchen und Jungen das wichtige Utensil aus Pappe und malten es mit Wachskreiden an. Zu guter Letzt „schmückten“ sich die Kinder mit furchterregenden Narben und blauen Augen. Doch etwas fehlte noch: der Degen, und der war schnell aus Isoliermaterial und einem Bierdeckel hergestellt.
Damit begann das erste Spiel: Fechtduelle auf der Schiffsplanke. Dazu balancierten die Kinder auf einer Holzstange, und wer als erster das Gleichgewicht verlor, sprang herunter. Um im Bilde zu bleiben: Der Verlierer fiel ins Wasser, und für die Haie gab es einen Festschmaus. Nur Lara blieb verschont: Sie gewann sämtliche Duelle. Anschließend maßen die Piraten beim Armdrücken ihre Kräfte. Das Ergebnis: Marco war der stärkste Freibeuter.
Wie es sich für richtige Piraten gehört, wurde auch ein Schiff geentert: Tauziehen stand auf dem Programm. Jedoch einmal hatten die Seeräuber Pech und wurden vom König gefangen. Deshalb hieß es: fliehen, und das so schnell wie möglich. Doch die ersehnte Freiheit war nur mühsam wiederzuerlangen: Zwei Piraten, mit einem Tampen zusammengebunden, absolvierten einen Hindernisparcours.
Auch die wildesten Seeräuber bekamen Hunger und so stärkte sich die Gruppe zwischendurch mit Trockenfisch und Piratenrum – also Fischstäbchen und Zitronentee.
Die Kinder hatten ihren Spaß. „Wir waren in den vorigen Jahren dabei, und es hat uns so gut gefallen, dass wir jetzt wieder mitmachen wollten“, sagten Ashley, Kimberley, Luca und Nils. Alle Spiele gefielen ihnen sehr, doch wer genau hinsah, stellte schnell fest, dass es die Degen waren, die die Kinder faszinierten: Zu zweit oder in Gruppen kämpften sie gegeneinander oder stürzten sich in der Gruppe auf einen der Helfer.

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