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Gegen den Wind fahren

Junge Techniker von der Stiftung der Kreissparkasse Verden ausgezeichnet

Schulwettbewerb_KSKOyten (eb). Schülerinnen und Schüler aus allen Teilen des Landkreises wurden am vergangenen Freitag in der Aula des Schulzentrums Oyten für ihre Projektarbeiten beim 9. Leistungswettbewerb der Stiftung der Kreissparkasse Verden ausgezeichnet. Insgesamt hatte die Stiftung Preise im Wert von 3.000 Euro ausgelobt. 13 Schülergruppen teilten sich je nach Platzierung rund 2.100 Euro. Darüber hinaus wurden die drei erfolgreichsten Schulen mit insgesamt 900 Euro für ihr Engagement belohnt.

    Gruppenfoto_aller_GewinnerDie Stiftung der Kreissparkasse Verden hatte erneut den Marie-Curie-Preis ausgeschrieben. „Damit wollen wir Mädchen für Technik begeistern. Frauen sind in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen sehr erfolgreich, wenn sie den Zugang zu diesen Themen gefunden haben. Diesen Zugang zu ermöglichen, damit sollte man so früh wie möglich beginnen“, erläuterte Brandes. Insgesamt acht Mädchengruppen sind diesem Ruf gefolgt und stellten ihre mit viel Liebe und technischem Verstand entwickelten Projekte vor.

    Gewonnen haben die Mädchengruppen Chilled-Girlz vom Gymnasium Ottersberg und die Wind-Girls vom Schulzentrum Oyten, die an einer Besichtigung der Firma BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH in Verden teilnehmen wird.

  1. Der 9. Leistungswettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Kraft des Windes - Gegen den Wind fahren“. An dem Wettbewerb der Stiftung der Kreissparkasse konnten alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse teilnehmen. Um das unterschiedliche Leistungsniveau der Schüler zu berücksichtigen, wurden drei Leistungsgruppen gebildet: Klassen 5 und 6, Klassen 7 – 9 und Klassen 10 – 13.

    Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, ein Fahrzeug zu bauen, das auf einer horizontalen Fläche in der Lage ist, sich selbsttätig und möglichst schnell „gegen den Wind“ zu bewegen. Dabei durfte die Antriebsenergie ausschließlich aus dem Gegenwind gewonnen werden.  

    Den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 wurde ein Bausatz zur Verfügung gestellt, der von ihnen weiterentwickelt werden sollte. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 hatten die Aufgabe, das Fahrzeug selbst zu entwerfen und zu bauen. Das Fahrzeug der Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse musste nicht nur gegen den Wind fahren, sondern einen Parcours absolvieren – eine besondere Herausforderung, wie sich am Wettbewerbstag zeigte.

    Bereits seit Herbst vergangenen Jahres haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Gewinnung von Energie aus dem Wind zu befasst. Dabei war der Bau des Gegenwindfahrzeuges für die Schülerinnen und Schüler eine echte Herausforderung. Einerseits musste das Fahrzeug für den Vortrieb möglichst viel Energie aus dem Gegenwind gewinnen und andererseits durfte das Fahrzeug dem Wind nur wenig Widerstand bieten. „Für die Stiftung ist es besonders wichtig“, so Dr. Patolla, „den Jugendlichen eine Möglichkeit zu bieten, sich in einem anspruchsvollen Wettbewerb zu beweisen und selbstständig zu arbeiten. Auf dieser Grundlage wollen wir das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und stärken. Darüber hinaus wollen wir den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Erfahrungen mit einem Wettbewerb dieser Art zu sammeln.“

    Um die gestellte Aufgabe zu lösen, hatte die Stiftung den teilnehmenden Gruppen je nach Leistungsstufe einen Baussatz sowie finanzielle Mittel bis zu 200 Euro für den Erwerb von Material zur Verfügung gestellt. Außerdem war es den Gruppen gestattet, vorhandene Materialien zu verwenden. So kamen unter anderem auch Teile von ausgedienten Lüftern für die Konstruktion der Windantriebsvorrichtungen sowie Kartons eines bekannten Windelherstellers für die Optimierung des Luftstroms des zur Verfügung gestellten Ventilators zum Einsatz.

    Die mehr als 50 Schülergruppen begeisterten mit ihren Arbeiten nicht nur die Jury, sondern auch die zahlreichen Zuschauer. Die Schüler bewiesen mit ihren Fahrzeugen, dass man mit der richtigen Antriebstechnik auch sehr schnell gegen den Wind fahren kann. So wurden in der Leistungsgruppe der Klassen 5 und 6 bereits „Geschwindigkeitsrekorde“ aufgestellt. Nur wenige Sekunden benötigte eines der schnellsten Fahrzeuge für die Bewältigung der Fahrstrecke von 1,50 Meter.

    „Diese zum Teil sehr bemerkenswerten Schülerarbeiten zeigen“, so Dr. Patolla, Geschäftsführerin der Stiftung der Kreissparkasse Verden, „dass mit einem attraktiven Wettbewerb das Interesse, die Ausdauer, das Geschick und das Sachwissen der Schüler erfolgreich gefordert und gefördert werden kann. Eigenschaften, die in der Ausbildung oder im Studium und im späteren Berufsleben sehr wichtig sind.“

    Die teilnehmenden Schülergruppen kamen aus 11 verschiedenen Schulen des Landkreises. Am stärksten vertreten waren dabei das Gymnasium Ottersberg mit 11 Gruppen.

    Bei der Siegerehrung betonte Klaus Brandes, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Kreissparkasse Verden, „dass es Ziel ist, bei den Schülern Interesse für technische und naturwissenschaftliche Aufgaben zu wecken und damit den Nachwuchs für die deutsche Wirtschaft zu fördern. Zudem sollen die Schüler Erfolge erleben und Ehrgeiz spüren. Dafür ist es notwendig, einen besonderen Anreiz für die Schüler zu schaffen. Denn um die Schüler an technische Berufe heranzuführen, müssen sie die Grundlagen der Technik verstehen lernen und praktisch umsetzen können. Das heutige Umfeld der Schüler, bei denen der Computer im Mittelpunkt steht, bietet dafür nur wenig Möglichkeiten. Die konstant hohe Teilnehmerzahl an dem Wettbewerb zeigt, dass wir mit dem Wettbewerb auf dem richtigen Weg sind. Der Wettbewerb bedeutet für die Stiftung ein großes finanzielles und personelles Engagement, das sich lohnt, weil es eine Investition in die Jugend und in die Zukunft des Wirtschaftsstand-ortes Deutschland ist.“

    Brandes dankte der Jury für die ausgezeichnete Arbeit und den Lehrern für die Betreuung der Schüler-Teams. Sein Dank galt auch Frau Proft, der Rektorin des Schulzentrums Oyten, sowie Herrn Mahnken und den weiteren Lehrern, die zusammen mit den zahlreichen Schülern des Schulzentrums den Tag in der Schule hervorragend organisiert haben. Anschließend erhielten die erstplatzierten Schülergruppen Preise im Gesamtwert von 2.100 Euro. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurden in den Leistungsgruppen der Klassen 5 und 6 sowie 7 bis 9 jeweils zwei
    2. und zwei 3. Preise vergeben.

    Mehr als 200 technikbegeisterte Jugendliche stellten sich dieser Aufgabe und präsentierten am vergangenen Freitag nach rund sechs Monaten Entwicklungszeit ihre sehenswerten Wettbewerbsbeiträge einer kritischen Jury.

    Beurteilt wurden die Wettbewerbsbeiträge der Schülergruppen, wie auch in den vergangenen Jahren, von einer 27-köpfigen Jury aus Wirtschaft und Schule. Die Preise gingen an folgende Schülergruppen:  

    Klassen 5 und 6:

    Gymnasium am Markt Achim, Gruppe GamMa-Turboteam, Preisgeld 250 Euro

    Domgymnasium Verden, Windläufer,  Preisgeld 175 Euro

    Domgymnasium Verden, High Speed, Preisgeld 100 Euro

    Klassen 7 bis 9

    Domgymnasium Verden, Gruppe The Muzzlers, Preisgeld 250 Euro

    Realschule Verden, Gruppe Realotechniks, Preisgeld 175 Euro

    Realschule Verden, Nautiks, Preisgeld, Preisgeld 175 Euro

    Schulzentrum Oyten, Duplo, Preisgeld Preisgeld 100 Euro,

    Gymnasium Ottersberg, Chilled Girls, Preisgeld 100 Euro

    Klassen 10 bis 13

    Domgymnasium Verden, The DoGs of Duty, Preisgeld 250 Euro

    Domgymnasium Verden, map.dog, Preisgeld 175 Euro

    Schulzentrum Oyten, Windkraftauto GmbH, Preisgeld 100 Euro

    Gruppe_Wind_GirlsBereits zum vierten Mal wurde die erfolgreichste Mädchengruppe geehrt.

    Die Stiftung der Kreissparkasse Verden hatte erneut den Marie-Curie-Preis ausgeschrieben. „Damit wollen wir Mädchen für Technik begeistern. Frauen sind in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen sehr erfolgreich, wenn sie den Zugang zu diesen Themen gefunden haben. Diesen Zugang zu ermöglichen, damit sollte man so früh wie möglich beginnen“, erläuterte Brandes. Insgesamt 8 Mädchengruppen sind diesem Ruf gefolgt und stellten ihre mit viel Liebe und technischem Verstand entwickelten Projekte vor. Gewonnen hat die Mädchengruppe "Wind Girls" aus Oyten, die an einer Besichtigung der Firma BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH in Verden teilnehmen wird.

    Zum Abschluss wurden in den einzelnen Leistungsgruppen die erfolgreichsten Schulen 

    Klassen 5 und 6, Gymnasium am Markt Achim

    Klassen 7 bis 9, Domgymnasium Verden

    Klassen 10 bis 13, Schulzentrum Oyten

mit Geldpreisen von je 300 Euro für die gute Platzierung ihrer Gruppen bei dem Wettbewerb ausgezeichnet. „Ziel dieser besonderen Auszeichnung ist es“, erläuterte Brandes, „den Schulen die Möglichkeit zu geben, sich zu profilieren. Zudem soll der Geldpreis den ausgezeichneten Schulen helfen, ihre physikalisch-technische Ausstattung für den Unterricht zu ergänzen.“


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