Verdener SPD ging in Klausur
Aller-Weser-Klinik Schwerpunktthema
Regionalpolitik am Freitag, 18. November 2011
Landkreis (eb). Die Kreisverdener Sozialdemokraten haben sich auf einer zweitägigen Klausurtagung unter der Moderation von Gwendolin Jundblut im Parkhotel Luisenhöhe in Walsrode schwerpunktmäßig mit der Zukunft der Aller-Weser-Klinik mit ihren Krankenhausstandorten in Verden und Achim befasst. Dabei sprachen sich die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker aus allen Städten und Gemeinden des Landkreises Verden einstimmig dafür aus, dass beide Krankenhausstandorte erhalten, langfristig gesichert und mit Investitionen zukunftsgerechtweiterentwickelt werden sollen.
Das Foto zeigt einige der Klausurteilnehmer während einer Tagungspause vor dem Hotel Luisenhöhe in Walsrode. Zu der zweitägigen Klausurtagung konnte SPD-Kreisvorsitzende Gwendolin Jungblut auch SPD-Landesgeschäftsführer Manfred Rüter aus Hannover zu einem Kamingespräch zu aktuellen landespolitischen Themen begrüßen.
Dafür müsse der Landkreis Verden auch bereit sein, im Rahmen seiner Möglichkeiten gemeinsam mit den Städten Verden und Achim sowie der Diakonie in Rotenburg den Sicherstellungsauftrag für eine gute Krankenhausversorgung in unserer Region zu gewährleisten und finanziell zu begleiten, fasste SPD-Kreistagsfraktionschef Heiko Oetjen (Oyten) das Beratungsergebnis zusammen.
Gleich zu Beginn der Klausurtagung hatte die SPD-Kreistagsabgeordnete Katja Starke-Heinbokel (Ottersberg) hervorgehoben, dass trotz der auch für viele BürgerInnen, die aus dem Flecken Ottersberg kommen, gut zu erreichenden Krankenhäuser im benachbarten Bremen, die Aller-Weser-Kliniken in Achim und Verden bevorzugt aufgesucht werden, da die Krankenhäuser alle Ansprüche auf eine wohnortnahe und moderne Krankenhausversorgung erfüllen. Diesen Standpunkt unterstützte auch Oytens Bürgermeister Manfred Cordes, der sich dafür einsetzen will, dass gerade im Nordkreis die kommunalen Krankenhäuser im Landkreis Verden noch mehr von den Einwohnern frequentiert werden.
Insbesondere viele ältere MitbürgerInnen nutzen aus guten Gründen das lobenswerte Klinikangebot in Achim, war sich Katja Starke-Heinbokel sicher. Der vom CDU-Bundestagsabgeordneten Mattfeldt immer wieder ins Gespräch gebrachte Neubau eines Krankenhauses in einem Mittelzentrum wie Langwedel hält die SPD-Kreistagsabgeordnete für unrealistisch, weil sicher selbst die zuständige Landesregierung einen Neubau nicht finanzieren würde. Außerdem sei für Ottersberg für einen Neubau kein Nutzen erkennbar. Eine zukunftsgerechte Weiterentwicklung beider Klinikstandorte und damit auch der Neuzugang weiterer Fachärzte, werde auch dem Flecken Ottersberg zugute kommen, ist sich Starke-Heinbokel sicher.
Der Achimer SPD-Kreistagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Fritz-Heiner Hepke, nahm zu der Thematik ebenfalls Stellung. Er unterstrich die wichtige Bedeutung des Krankenhauses Achim als größte Stadt im Landkreis Verden für alle Achimer Bürgerinnen und Bürger. Weiter hob Hepke hervor, dass das Krankenhaus Achim und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen guten Ruf genießen und das Krankenhaus unbedingt erhalten bleiben müsse.
Dies gelte auch uneingeschränkt für das Krankenhaus in der Stadt Verden, machten die SPD-Kreistags-abgeordneten Heinz Möller und Gerard-Otto Dyck sowie Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann deutlich. Eine weitere Aufwertung werde der Krankenhausstandort Verden erhalten, wenn im Jahr 2012 das neue Gesundheitszentrum seinen Betrieb aufnimmt und das geplante neue Bettenhaus in Verden zeitnah verwirklicht werden kann. Landrat Peter Bohlmann zeigte sich in Walsrode sehr angetan davon, dass er für seine tägliche Arbeit im Verdener Kreishaus so viele klare und eindeutige Stellungnahmen zum Erhalt der Aller-Weser-Klinik mitnehmen konnte.


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