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Wanderwege dör't Moor

NABU eröffnet Naturerlebnis- Wanderwegesystem bei Rotenburg

AussichtsturmRotenburg (eb). Rotenburg an der Wümme ist um eine Attraktion reicher. Vor den Toren der Kreisstadt wurde am 3. September ein Wanderwegesystem eröffnet. Vor fast 100 geladenen Gästen stellte der NABU Rotenburg sein Naturerlebnis-Projekt vor und übergab es der Öffentlichkeit. Mit dem neu geschaffenen Wegenetz von über 15 Kilometer Länge und vier verschiedenen Wanderwegen, will er NABU Menschen in die Natur führen und in verschiedenen Themenbereichen ihren Reiz und ihre Schutzwürdigkeit erläutern.

Hohe Anerkennung erntete der NABU Rotenburg für die Realisierung dieses Projekts von allen Seiten. Der Niedersächsische Umweltminister Sander, der bedauerte aus Termingründen nicht an der Veranstaltung nicht teilnehmen zu können, beglückwünschte den NABU in einem Brief: "Es ist Ihnen gelungen, ein Angebot zu schaffen, das den Leitgedanken meiner Naturschutzpolitik und des Programms "Natur erleben" in hervorragender Weise umsetzt". Auch Landrat Hermann Luttmann lobte das neu geschaffene Wanderwegesystem und hob besonders die ehrenamtliche Leistung des NABU hervor. Weit über 4000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit hatten Helfer des NABU hauptsächlich beim Freistellen von Wegtrassen, beim Wegebau und bei der Montage der informativen Beschilderung investiert. Für den Geschäftsführer des Touristikverbandes TouROW, Udo Fischer, ist für die Region eine 'grandiose naturtouristische Attraktion' entstanden. Der Rotenburger NABU-Vorsitzende Jürgen Hicke würdigte in seiner Eröffnungsrede insbesondere die herausragende Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rotenburg und mit der Stadt Rotenburg, aber auch weitere Beteiligte, wie Gemeinden und die Niedersächsischen Landesforsten hätten sich hervorragend in das Projekt eingebracht. So sei ein von einer breiten Gemeinschaft gewolltes Vorhaben realisiert worden. "Für den NABU steht natürlich insbesondere die Natur im Vordergrund", so Hicke, "Das Motto 'Nur was man kennt, kann man schützen' beinhaltet für uns eine wichtige Wahrheit und Erfahrung. Unsere Philosophie ist es, die Menschen nicht aus der Natur heraus zu halten, sondern sie behutsam in die Natur hinein zu führen und zu zeigen, was an der Natur schützenswert ist. Allerdings dort, wo die Natur besonders sensibel ist, benötigt sie den vollen Schutz. Daher sparen wir bei unserem Wanderwegesystem ausgesprochen sensible Bereiche ganz bewusst aus." In seinem Schlusswort hob Hicke den beispielhaften Einsatzes ehrenamtlich arbeitender Menschen hervor: "Hier haben sich Menschen in ihrer Freizeit für eine Idee und das Gelingen eines Projektes außerordentlich engagiert. Vielleicht ist dies ein schönes Beispiel dafür, das etwas geht, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn ein positiver Geist hinter einem Vorhaben steht und wenn Menschen einfach einmal anpacken, um ihr Umfeld und ihre Lebensbedingungen zu gestalten, statt immer nur Forderungen zu stellen." Weitere Informationen über das Wegesystem und ein Flyer mit einer Wanderkarte sind unter www.nabu-rotenburg.de zu bekommen.

Foto: Jürgen Hicke


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