Wenn sonst nichts mehr hilft – Magenverkleinerung als Chance
Selbsthilfegruppe Adipositas in Verden gegründet
Fit & Gesund am Montag, 17. Mai 2010
Verden (ahk). Immer mehr Menschen in Deutschland haben Gewichtsprobleme. Bei 21% der Bevölkerung spricht man sogar von extremen Übergewicht (morbide Adipositas). Die Betroffenen sind nicht nur in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt und haben ein erhöhtes Krebsrisiko, sondern leiden häufig auch unter Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Herzschwäche.
Foto: Dr. Adam Balogh und die Leiterin der Neuen Selbsthilfegruppe Ramona Gerbing
In der Aller-Weser Klinik hat sich ein Team von Fachärzten auf die Behandlung und Betreuung stark übergewichtiger Menschen spezialisiert. Neben konventionellen Behandlungsmethoden, wie die Erstellung eines Diätplans und Sporttherapie, werden auch spezielle chirurgische Maßnahmen zur Magenverkleinerung angeboten. Dieses ist gerade für extrem übergewichtige Patienten oft die einzige Möglichkeit für eine dauerhafte Gewichtsreduktion und die Chance auf ein gesünderes Leben.
Dr. Adam Balogh ist der Leiter der Adipositaschirurgie in Verden. An einem Informationsabend am 4. Mai wies er zusammen mit seinen Kollegen Dr. Mareen Bading und Dr. Peter Münstedt auf die Risiken und Möglichkeiten bei der Behandlung stark übergewichtiger Patienten hin. Außerdem stellte er die einzelnen Methoden zur operativen Gewichtsreduktion vor. Eine Operation ist nur für extrem übergewichtige Patienten geeignet und wird nur angewendet, wenn mit konventionellen Methoden kein Erfolg erzielt werden konnte. Laut Dr. Balogh ist die chirurgische Methode derzeit die effektivste Maßnahme, um eine Gewichtsreduktion zu erzielen. Durchschnittlich würden etwa 60% Gewichtsverlust erreicht. Eine etablierte Methode ist das Einsetzen eines Magenbandes zur Verengung des Magens wodurch ein schnelleres Sättigungsgefühl erreicht wird. Eine weitere Möglichkeit, die nur bei extremer Fettsucht um Einsatz kommt, ist die Entfernung eines Großteils des Magens. Auch hier kann der Patient nicht mehr so viel Nahrung aufnehmen. Bringt diese Operation noch nicht den gewünschten Erfolg, kann später in einer weiteren Operation ein Magenbypass gelegt werden. Die Nahrung gelangt dann aus einer kleinen Magentasche direkt in den Dünndarm, für die Fettverdauung steht ein kürzerer Darmabschnitt zur Verfügung, so dass gut 40% der Fette unverdaut ausgeschieden werden.
Die Erfahrung zeigt, dass neben der medizinischen Behandlung auch eine Selbsthilfegruppe von enormer Wichtigkeit ist. Daher wurde der Informationsabend gleichzeitig zur Gründung einer solchen Patientenvereinigung genutzt. Die Gruppe wird künftig von Ramona Gerbing geleitet. Die heute zierliche Frau weiß, wovon sie spricht. Sie wog Ende der 90er Jahre 120 Kilo bei einer Größe von 1,63 m. Im Jahr 200 bekam sie ein Magenband, später einen Magenbypass. Gerbing stellte klar, dass alle Operationen ohne die Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten sinnlos seien. „Das alles sind Krücken, laufen muss man selbst“.
Die Selbsthilfegruppe trifft sich an jedem ersten Dienstag im Monat in der Aller-Weser-Klinik. Informationen gibt es unter Tel.: 0170/9396417, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Hermann Meisloh hat in seinem neuen Buch Geschichten und Bilder aus der Gemeinde Kirchlinten zusammengetragen. Erhältlich ist das Buch für 23,- Euro bei der Tankstelle Bomnüter, bei Schuhmachermeister Drewes, im Geschäft Krancke-Lange, bei Hermann Meisloh und im
Curt Troue behandelt in seinem imposanten Werk über das historische Verden die Themen Domweih, Reiterstadt, Dom, Verdener Dünen und viele mehr. Er drehte 1936 die Szenen seiner Stadt Verden. Die DVD-Box ist erhältlich in Verden bei den Buchhandlungen