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Pflanzenteppich für den Garten

Mit Stauden lebende Gartengemälde schaffen / Tipps von Rolf Moje

Pflegetabelle_Moje

Verden (rm). Es gibt eine große und bunte Palette von Bodendeckern, die in die Breite wachsen und so das Unkraut von den freien Gartenflächen verdrängen. Sie bilden dabei dichte Teppiche und werden vor allem an Hängen, im Schatten unter Gehölzen oder im Randbereich vom Rasen eingesetzt. Mit geschickter Kombination kann man dafür sorgen, dass die Bodendecker die Fläche im besten Sinne schmücken, indem sie zu einem individuell gestalteten Teppich zusammenwachsen.
Eine Möglichkeit ist, verschiedene Bodendecker nebeneinander zu setzen, die sich sowohl in den Blatt- und Blütenformen sowie deren Farben unterscheiden. Es entsteht so ein natürliches, abwechslungsreiches Muster im Pflanzenteppich.

Für die nachhaltige Gestaltung ist es auch wichtig, auf die Standortbedingungen und Wuchsgeschwindigkeiten der einzelnen Pflanzen zu achten. Je nach Aussehen wird zwischen den einzelnen Pflanzen so ein sanfter Übergang oder ein auffälliger Kontrast entstehen.
Silberfarbene oder graugrüne Blätter mit samtiger Behaarung wie beim Frauenmantel  vermitteln harmonisch zwischen starken Blütenfarben und sehen wunderschön zu Pflanzen mit rötlich-braunen Blättern und blauen Blüten wie zum Beispiel Geranium magnificum aus. Mit braun-kupfernen, metallisch glänzenden Blättern wartet der wintergrüne Purpur-Günsel auf.
Gelblich gezeichnetes Laub in Kombination mit hellgelben Blüten ist ideal für die dunkleren Teile des Gartens. Weiße oder silbrige Blätter wirken kühl und elegant. Die gefleckte Taubnessel lockert mit ihren grünen, in der Mitte mit silbriger Zeichnung versehenen Blättern jede Pflanzung auf.  
Durch die Kombination von Farnen mit Bodendeckern lassen sich faszinierende Effekte erzielen. Fiederblättriger Farn kontrastiert gut mit dem dekorativen, herzförmigen, gezeichneten Laub der Elfenblume. Die Elfenblume ist eine den Schatten liebende, meist immergrüne Blattschmuckstaude.

Wollziest ist eine äußert robuste Staude für den Steingarten und gilt als besonders schnell wachsender Bodendecker. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig, der Boden durchlässig sein. Die Blüte, die von Juli bis September gebildet wird, ist nicht üppig. Dafür macht hier das behaarte Laub in Blaugrün die Zierwirkung aus. Besonders gut in Verbindung mit winterharter Fetthenne, deren Blätter eiförmig bis oval und
ledrig-fleischig wachsen. Hier erscheinen von September bis Oktober viele rostrote, kleine, sternförmige Blüten.
Zu den bodendeckenden Blattschmuckstauden gehört die Funkie. Sie gefällt durch die vielen, Arten, die Größe der trichterförmigen, grün-gelben Blätter und durch die Blattzeichnungen. Funkien sind hervorragend für schattige bis halbschattige Standorte geeignet.
Da heute Stauden ausschließlich in Gefäßen angezogen werden, kann ganzjährig gepflanzt werden, soweit der Boden frostfrei und nicht zu nass ist. Hauptpflanzzeiten sind März bis Mai und August bis Oktober.

Um den Unkrautwuchs wirksam zu unterdrücken, sollte der Boden des neuen Beetes frei von Wurzel­unkräutern sein. Dennoch muss die Fläche im ersten Jahr der Staudenpflanzung noch regelmäßig gejätet werden. Eine Mulchschicht deckt den offenen Boden ab und gibt den frisch eingewurzelten Pflanzen Winterschutz. Holzhäcksel sind hierfür die richtige Wahl, nehmen Sie keine Rindenprodukte. Beim Abbau der Rinde werden Stoffe mit einer herbiziden Wirkung freigesetzt. Diese Stoffe unterdrücken das Unkrautwachstum. Dies ist ja in anderen Gartenbereichen durchaus gewünscht, hier aber wollen Sie, dass der Bestand sich möglichst schnell schließt.

Das Staudenbeet wird mit einer Grunddüngung versorgt. Der Dünger muss immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stickstoff (N) und Kali (K) aufweisen. Da unsere Böden gut mit Phosphor (P) versorgt, teilweise sogar überversorgt sind, sollte dieser Anteil wesentlich geringer sein.
Ein Dünger mit den Angaben N: 6-8 | P: 2-3 | K: 8-10 auf der Verpackung ist für die Verwendung auf einem Staudenbeet geeignet. Wenn er dann noch einen  Anteil von um die 3% Magnesium mitbringt, wäre er ideal.  Bei der Vorbereitung des Bodens sollten Sie 50 g/m² davon einarbeiten. Bodendeckende Stauden kommen mit einer Grunddüngung jährlich aus, zusätzliche Kopfdüngungen sind nicht notwendig.

Stauden werden streng zurückgeschnitten gepflanzt. Angefaulte oder trockene Blätter werden vor dem Pflanzen entfernt. Die Pflanzen gründlich wässern, austopfen und auf der Pflanzfläche auslegen. Nicht höher oder tiefer als im Anzuchttopf setzen. Ballen, die stark durchwurzelt sind, sollten mit einem scharfen Messer seitlich eingeritzt werden. Dadurch wird das Einwurzeln gefördert und eventueller Drehwuchs verhindert. Dann die fertige Pflanzung durchdringend, möglichst nicht in der Mittagssonne, gießen.


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