Fit für den Pferdeanhänger
VFD bot Fahrtraining an
Rund ums Auto am Mittwoch, 18. August 2010

Verden (ahk). Diese Situation dürfte vielen nicht unbekannt sein: Plötzlich soll man mit Anhänger Auto fahren, ist es aber überhaupt nicht gewohnt. Schnell ist die Unsicherheit groß – Rangieren ist Glückssache und die Parkplätze können gar nicht groß genug sein. Vor diesem Problem stehen oft auch Freizeitreiter, die mit ihren Pferden im Anhänger außerhalb unterwegs sind. Um für mehr Sicherheit und Routine beim Pferdetransport zu sorgen, bot die Vereinigung der Freizeitreiter und Fahrer (VFD) am Sonnabend auf dem alten Exerzierplatz ein spezielles Fahrtraining an.
„Gerade Frauen sind oft betroffen“, weiß die erste Vorsitzende des VFD, Martina Gerndt. „Wenn der Mann mal nicht fahren kann, trauen sie sich nicht selbst hinter das Steuer und bleiben lieber gleich zu Hause. Zu groß ist die Angst vor dem Rangieren mit Anhänger“.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich ausschließlich Damen für das Training angemeldet hatten. „Der Kurs war allerdings ausdrücklich an beide Geschlechter gerichtet“, betonte Pressesprecherin Antje Dreißig.
Bevor die 12 Damen aber ihr Geschick auf dem Parcours beim Rückwärtsfahren beweisen konnten, wurden sie erst einmal in der Theorie fit gemacht. Drei Fahrlehrer der Fahrschule Henniges referierten über Stützlast, zulässiges Gesamtgewicht und die richtige Ladungssicherung. Auf dem Übungsparcours galt es dann unter Anleitung der Fahrlehrer schwierige Aufgaben zu bewältigen, dazu gehörten zum Beispiel rückwärts S-Kurven zu fahren und einzuparken.
Abschließend wurden die Gespanne noch polizeilich von Wolfgang Schnelle gewogen. „Viele kennen das tatsächliche Gewicht ihres Anhängers nicht“, erklärte Antje Dreißig. „Durch nachträgliche Einbauten sind sie oft viel schwerer, als in den Papieren angegeben“. Die Waage brachte es an den Tag - tatsächlich überschritten einige Gespanne das zulässige Gewicht.
Hat das Training denn etwas gebracht? Teilnehmerin Kirsten Schwarz meinte. „Solange der Fahrlehrer neben mir war ging es gut, sobald er weg war, wurde ich doch wieder etwas unsicher. Man muss eben weiter üben“.
Das Interesse am Fahrtraining ist jedenfalls groß „Wir haben schon eine Warteliste für das nächste Jahr“, berichtete Antje Dreißig.

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